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Als ich neulich durch Chelsea schlenderte kam mir ein Gedanke.

OK, das stimmt nicht. Als ich neulich über einen Titel für meinen letzten Post grübelte, kam mir der Gedanke. Beziehungsweise, mir kam ein Bild. Das Bild vom Turmbau zu Babel. Die erste Version klingt irgendwie besser. Let´s face it, es soll ja auch gut klingen, aber dennoch –  ich habe mich weiterhin der Wahrheit verschrieben.

Anyways, auf der Suche nach einem Titel für meinen post über multikulti- New York, schoss mir der Gedanke an den Turmbau zu Babel und sein Symbol für den Ursprung aller Sprachen in den Kopf.

Die Bibel berichtet vorm Turmbau zu Babel als ein Versuch, durch die Höhe des Bauwerkes Gott gleich zu kommen und eine gemeinsame Sprache zu finden. In der bildenden Kunst wurde der Turm häufig zum Symbol für die menschliche Hybris stilisiert. Das lässt sich doch auch auf New York anwenden, oder? Die hochaufgeschossenen Bauwerke wie das Empire State Building, das Chrysler Building und das neue One World Trade Center mögen nach 9/11 mit neuen Bedeutungen belegt worden sein, zumindest vorher standen sie aber immer auch für einen amerikanischen Größenwahn und Hybris. Der Turmbau zu Babel gilt gleichzeitig auch als Geburtstande der verschiedenen Weltsprachen, denn von dort aus schickte Gott die Menschen mit unterschiedlichen Sprachen in die Welt. In New York ist es andersherum: Menschen aus aller Welt kamen in die Stadt, auf der Suche nach einem besseren Leben.

Ich finde, das Bild des Turms zu Babel passt gut zum Größenwahn Manhattans mit seinen abgehobenen Immobilienprojekten auf der einen Seite und dem Status als Einwandererstadt par excellence auf der anderen Seite, oder was meint ihr?

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