Underground is Overground

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New York ist nichts für gestresste Gemüter, ein Wochenende in Manhattan als Flucht vor dem hektischen Alltag ist keine gute Idee, die Navigation durch Midtowns Shoppingzonen, dieses Meer von stets emporgereckten Telefonen und ipads und die Steinwüsten Chelseas sind nichts für den geistig rastlosen.

Der Mensch ist aber ein Gewohnheitstier und so werden schier unendliche subwayfahrten mit der Zeit zum willkommenen Ort der Kontemplation. Die begeisterte New York Touristin nimmt dieselbe stoische Haltung der Metropendler ein und lernt, das Gleichgewicht zu halten in ruckelnden Bahnen in denen alle Festhaltemöglichkeiten verstellt sind.

Die Subways sind wie ein Mikrokosmos der Stadt, die sich oberirdisch abspielt: Pendler aller Couleur, jeglicher states of intoxication, unterschiedlicher Vorstellungen von angemessener körperlicher Nähe, Ideen von Lautstärkeregelungen und  Geduldspegeln sind zusammengepfercht auf engstem Raum. In der New Yorker u-Bahn ist der gemeine Großstädter gezwungen, an seinen Stressleveln und seiner Gelassenheit zu arbeiten, sonst ist er verloren.

Viele nutzen deshalb die endlosen Bahnfahrten in die outter boroughs -wer kann sich schon ein pied a terre auf Manhattan leisten- zum lesen, email schreiben (als entwurf, Internet ist unterirdisch sogutwie nonexistent), Musik hören, schlafen, sudoku spielen.

Tuesday night in the city. Die zweite Ladung derer, die es nicht mehr in die übervolle Bahn geschafft haben

 

 

 

 

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