In Nickel Empire

5 Cent – ein Nickel – kostete um 1900 eine Bahnfahrt von Manhattan nach Coney Island. Die Halbinsel am südlichsten Zipfel Brooklyns mauserte sich Ende des 19. Jahrhunderts zum nahegelegenen Erholungsort für den gestressten Großstädter. Bis zu 100 000 Manhattanites strömten zu Hochzeiten täglich an den künstlich aufgeschütteten Strand. Sie flohen vor schlecht bezahlter Arbeit aus ihren rattenverseuchten Apartments, um im “Nickel Empire” ein Bad zu nehmen und die mitgebrachten Sandwiches zu verzehren. Wer es sich leisten konnte, gönnte sich für 10 Cent einen Hotdog bei Feltman´s oder einige Jahre später einen „crab burger“ bei Nathan´s.

150 Jahre und mehrere Immobilienbooms, Wirtschaftskrisen und Sturmfluten später weckt die Halbinsel nur noch entfernte, melancholische Erinnerungen an eine Zeit voll Kinderjauchzen bei Tag und entfesselten Ausschweifungen bei Nacht. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde das einstige Kanninchenjagdgebiet Schauplatz bitterer Immobilienkriege, angeführt durch Vater und Sohn Trump, die hier einst eine Beerdigung für den Freizeitpark, inklusive “Bestattung” des Riesenrades, inszenierten. Stillgelegte Achterbahnen, Karussells und das berühmte „Wonder wheel“ lassen den Wanderer von heute auf dem hölzernen „boardwalk“ längst vergangenen glücklichen Zeiten nachsinnen.

 

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6 Gedanken zu “In Nickel Empire

  1. Pingback: New York, New York! | Wandering Star

  2. Pingback: 3 weeks in Babel | Wandering Star

  3. oh it’d be so nice
    like summer with ice
    if you come and go with me
    the roller coaster you and me..

    ich möchte wissen, wie es für d i c h war, auf dieser traurigschönen halbwelt-insel?

    Liken

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